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Der Adventskranz im Bethaus
Im Familiengottesdienst am 18. Dezember 2011 drehte sich alles um den Adventskranz. Pastor Gregor Helms stellte zu Beginn erschrocken fest: "Der Adventskranz ist ja nicht da! Und das ausgerechnet heute am 4. Advent! Wie konnte das nur passieren? Ist er vielleicht gestohlen worden? Oder hat ihn jemand vorzeitig entsorgt, weil ja der Weihnachtsbaum schon steht?" Dann folgte eine Reihe von Vermutungen und "Verdächtigungen", wer denn die Schuld an seinem Verschwinden haben könnte. Die Jungen und Mädchen des Gemeindeunterrichts (GU-Schüler) erhielten den Auftrag, ihn zu suchen und wieder herbei zu schaffen. Sie durchforschten eifrig Gemeindehaus und Garten und erschienen nach einigen Minuten erfolgreich mit dem Kranz. Pastor Helms war mit dem Ergebnis der Suche sehr zufrieden und berichtete dann über den Ursprung des Brauches, in der Vorweihnachtszeit einen Adventskranz aufzustellen: In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bewegte Johann Gerhard Oncken, den Gründer der deutschen Baptistengemeinden, der Gedanke, in Hamburg für Kinder und Jugendliche, die während der |
Woche auf Grund wirtschaftlicher Not in den Familien arbeiten mussten und keine Schule besuchen konnten, sonntags Unterricht anzubieten. In Zusammenarbeit mit Johann Hinrich Wichern, dem Gründer des "Rauhen Hauses" kam es dadurch zur Gründung der ersten Sonntagsschule, in der die Kinder und Jugendlichen das Lesen, Schreiben und Rechnen lernen konnten und darüber hinaus mit der Botschaft des Evangeliums bekannt gemacht wurden. In der Vorweihnachtszeit fragten die Kleinen immer wieder voller Ungeduld, wie lange es denn wohl noch bis Weihnachten dauern würde. Das brachte Johann Hinrich Wichern auf den Einfall, einen Kranz mit 24 Kerzen aufzustellen, von denen vom 1. Dezember an jeden Tag eine Kerze mehr angezündet wurde. Die Kerzen für die Werktage waren weiß, die für die Sonntage rot. Von diesem Brauch sind schließlich nur die vier roten Kerzen übrig geblieben. In einem Anspiel der GU-Schüler unter der Leitung von Anja Katenkamp ging es danach um die symbolische Bedeutung dier vier Kerzen für die Begriffe Frieden, Freude, Liebe und Hoffnung. |








