Unser Bethaus
Das Bethaus der Baptisten in Jever
Die kleine Kapelle am Elisabethufer ist das Zuhause der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Jever. Im Jahre 1858 - achtzehn Jahre nach Gründung der Gemeinde - wurde sie erbaut und hat im Laufe der Zeiten manchen Umbau über sich ergehen lassen. Im Oktober 2008 gab es deshalb etwas zu feiern: >>> 150 Jahre Bethaus der Baptisten in Jever.
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Tasse mit dem Bild der Baptistenkapelle in Jever - Erinnerungsgeschenk für Johann Gerhard Oncken und Julius Köbner anlässlich der Einweihung des Bethauses am 24. Oktober 1858, hergestellt in der Porzellanmanufaktur Jever
Die Giebelinschrift
Am Giebel unserer Kirche prangt eine alte Sandsteintafel mit der Inschrift: "Mein Haus heißt ein Bethaus allen Völkern. Jesajas 56, 7. Erbaut im Jahre Christi 1858". Deshalb wird sie von vielen Jeveranern als "Das Bethaus" bezeichnet. Im Erdgeschoss befindet sich ein heller Gottesdienstraum für 70 bis 90 Besucher mit einem Taufbecken (Baptisterium). Im ersten Obergeschoss wird ein kleiner Versammlungsraum dienstags und freitags als Bethaus-Café, ferner für Bibelstunden, die Kinderkirche, Jungschartreffen Frauen- und Seniorentreffs genutzt. Daneben befindet sich eine Küche. Im zweiten Obergeschoss gibt es einen größeren Raum mit ca. 40 Plätzen für unser Kirchencafé. Schließlich haben wir im Dachgeschoss noch ein Spielzimmer für die Kleinen, die noch nicht an der Kinderkirche teilnehmen.
Johann Ludwig Hinrichs
Die Giebeltafel an unserem Gemeindehaus wurde von Johann Ludwig Hinrichs gestiftet. Er wurde am 3. 7. 1818 auf dem Gut Gotteskammer bei Jever geboren und war nach dem Besuch des Mariengymnasiums und der beruflichen Ausbildung in Oldenburg Lehrer in Sillenstede. Nach seiner Entscheidung für die Glaubenstaufe in der Baptistengemeinde Jever wurde er aus dem Schuldienst entlassen und wurde bald danach zum Missionsarbeiter in Oldenburg und Ostfriesland berufen. Im Sommer 1845 wurde er in Hamburg von Johann Gerhard Oncken zum Pastor und Ältesten ordiniert. Nach erfolgreichen Diensten in Berlin, Stettin, Wien und Ostfriesland wurder er 1853 zum Pastor der Gemeinde Oldenburg berufen. 1859 wechselte er nach Elbing, wo er fast 40 Jahre lang die Gemeinde leitete. Im Jahr 2008 haben wir den 150. "Geburtstag" des Bethauses mit einer missionarischen Aktion und einer Festveranstaltung gefeiert.
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Der Abendmahlstisch
Mahlfeier
Jeweils am ersten Sonntag des Monats feiern wir von diesem Tisch aus das Abendmahl, auch "Herrenmahl" oder "Mahl des Herrn" genannt. Jesus Christus selbst hat es mit seinen Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung gefeiert und ihnen aufgetragen, es zu seinem Gedenken zu tun: Jesus nahm einen Becher mit Wein, sprach das Dankgebet und sagte: "Nehmt den Becher und trinkt alle daraus. Von jetzt an werde ich keinen Wein mehr trinken, bis die neue Welt Gottes gekommen ist." Dann nahm er Brot, dankte Gott dafür, teilte es und gab es ihnen mit den Worten: "Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Feiert dieses Mahl immer wieder, und denkt daran, was ich für euch getan habe, sooft ihr dieses Brot esst." Nach dem Essen nahm er den Becher mit Wein, reichte ihn den Jüngern und sagte: "Dies ist mein Blut, mit dem der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt wird. Es wird für euch zur Vergebung der Sünden vergossen." (Lukas 22, 17 - 20)
Das Rednerpult
Pastor Helms am Rednerpult
Die Lesung eines Abschnitts aus der Bibel und die Auslegung einer biblischen Botschaft in der Predigt sind die zentralen Elemente unserer Gottesdienste. Dazu schreibt der Apostel Paulus: "Der Glaube kommt also aus dem Hören der Botschaft; die Botschaft aber gründet in dem Auftrag, den Christus gegeben hat. (Römer 18, 17). Der Pastor hält seine Predigt an einem schlichten Rednerpult. Es wurde von unserem ehemaligen Gemeindeleiter Dr. Reinald Zinn angefertigt und ist höhenverstellbar. Eine Verstärkeranlage sorgt für gutes Verstehen der Ansprache und anderen Darbietungen. Außerdem werden die Predigten in der Regel aufgenommen und auf die Website der Gemeinde gestellt.
Mini-Kirche mit Maxi-Taufbecken
In unserer Mini-Kirche fällt jedem Besucher sofort das Maxi-Taufbecken auf, in dem die Taufe nach biblischem Vorbild durch Untertauchen vollzogen wird. Getauft werden in den Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden übrigens keine Säuglinge, sondern nur solche, die eine persönliche Glaubensentscheidung für Jesus Christus getroffen haben. Diese Taufpraxis hat dazu geführt, dass die evangelisch-freikirchlichen Christen den Beinamen “Baptisten” (=Täufer) erhielten. In den Sommermonaten feiern wir unsere Tauffeste seit einigen Jahren aber auch mit zunehmender Bekanntheit und Beliebtheit regelmäßig im Naturfreibad Heidmühle in einer malerischen Kulisse. Dadurch ist unsere Taufpraxis inzwischen einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. >>> Bildergalerie >>>
Die Gruppenräume
Im Obergeschoss der Kirche sind auf verschiedenen Ebenen 3 Gruppenräume und eine Küche untergebracht. Sie signalisieren: Kleingruppenarbeit, gemeinsames Essen und das Kirchencafé nach dem Gottesdienst gehören wesentlich zum freikirchlichen Gemeindeleben.






